Die Waterberg Wilderness Lodge ist eine von vier Unterkünften im privaten Naturreservat, welches direkt an den Nationalpark angrenzt. Im Jahr 2000 eröffnet war diese Lodge die erste Unterkunft in dem Gebiet. Die aus rotem Sandstein errichteten Häuschen liegen idyllisch in einem Tal des Waterberg Massivs inmitten einer uralten Gartenanlage.
Jedes der Doppelzimmer-Chalets ist zwischen roten Sandsteinfelsen im Busch errichtet, so dass man ganz für sich ist. Akazien spenden Schatten auf der Terrasse; ein Tauchbecken sorgt mit seinem Quellwasser für Abkühlung und lockt Vögel und kleines Wild an. Öko-Konzept: Unser privates Naturreservat finanziert sich aus dem Gästebetrieb, den wir so umweltfreundlich gestalten wie möglich.
Anzahl Chalets: 8
10.03.2025
Der Waterberg ruft… und steht für die nächsten zwei Tage auf unserem Routenverlauf. Da fahren wir jetzt aber erst mal 320 Kilometer hin. Auch hier ist die Straße sehr gut befahrbar. Wir kamen durch die Ortschaften Tsuneb und Otjiwarongo. Vielleicht ist euch der Name Otjiwarongo noch von letztem Jahr bekannt, da haben wir damals die Krokodilfarm besucht. Die Landschaft wird nach und nach immer grüner und bergiger… die Straße dafür immer ruckliger, denn die letzten 25 Kilometer bis zur Lodge mussten wir die geteerte Nationalstraße verlassen. Da es vor ein paar Tagen zu einer Überflutung der Sandpiste kam, war die Spur noch schwerer zu finden und zu halten. Natürlich durften die Waschbrett-Rillen auch nicht fehlen. Vielleicht könnt ihr es auf den Bildern etwas erkennen. Ahja, eine Giraffe haben wir auch wieder erblickt oder eher sie uns 😉. Dann nach ca. fünf Stunden erreichten wird das private Naturreservat Waterberg Wilderness One.
Unser Chalet aus rotem Sandstein gebaut liegt auf einer Hochterrasse am Hang des Waterbergs und wir haben einen grandiosen Blick über die endlose Buschsavanne der Kalahari. Durch die Akazienbäume bekommen wir gut Schatten ab, wir haben hier ein kleines Highlight direkt vor unserer Terrasse nämlich eigenes kleines Tauchbecken. Herrlich zum Abkühlen 😉.
Ach ja, noch was: sucht mal den Ofen mit dem Feuer bei den Bildern. Da wird das Wasser zum Duschen erhitzt. Bissel Luxus brauchen wir dann doch 🤣. Und!!! Wir sind wieder mal ganz alleine hier auf den Plateau. Für heute und auch für morgen haben sich keine weiteren Gäste angekündigt 😆. Sehr gut.
Bevor wir nun das alles hier genießen bekommt ihr zum Abschluss des Tages noch ein paar Zeilen vom Berg: Der Waterberg ist eine der eindrucksvollsten Landschaften in Norden Namibias und wird als „Tafelberg der Kalahari“ bezeichnet. Durch seinen Reichtum an Oberflächenwasser und seine außergewöhnliche Vegetation hat es eine reiche Tier- und Pflanzenwelt hervorgebracht, was für Namibia sonst ungewöhnlich ist. Der mächtige Tafelberg hat eine Länge von 48 Kilometer und eine Breite von 15 Kilometer, Höhe 200 Meter. Nun verabschieden wir uns, bis morgen denn wir gehen jetzt lecker Essen und danach Abmarsch ins Bett im Chalet. Schauen wir mal was morgen so passiert.
Übrigens, da das Waterberg Massiv aus porösem Stein besteht, sickern die Niederschläge durch das Gestein und sind Grundlage für eine üppige grüne Vegetation am Fuße des Berges.
11.03.2025
Was gestern noch geschah: Ich bin gestern Nachmittag noch in den Minipool gehüpft, gut über die Leiter ganz gemütlich und langsam irgendwie reingekommen. Das Wasser war frisch, sehr frisch oder eher kalt. Denn es ist Quellwasser vom Waterberg. Naja, wenn man mal drinnen war gings ganz gut ☺️.
Den heutigen Vormittag und Mittag haben wir ganz gemütlich auf der Terrasse verbracht, den genialen Ausblick genossen und gelesen. Gleich geht’s los zur Safari. Da wir hier immer noch alleine sind, können wir uns auch im Safari-Mobil breitmachen und müssen nicht über andere Köpfe hinweg fotografieren. Sehr gut!
Auf was wir am meisten gespannt sind, auf die Nashörner. Es soll eine sehr gute Chance geben, dass wir diese heute zu sehen bekommen. Denn, ich muss kurz ausholen, hier im Nationalpark haben es bereits Wilderer auf das Horn abgesehen. Deshalb müssen die Nashörner von den „Rhino Patrols“ täglich aufgespürt und bewacht werden. Diese Wachleute geben dann an die Guides weiter in welcher Ecke sich die Rhinos grad aufhalten. Die Einnahmen welche sie durch diese Safari Fahrten erhalten, wird für den Wildschutz verwendet. Also, freuen wir uns hoffentlich die Nashörner zu sehen und unser Geld für den Game Drive kommt einem guten Zweck zugute. So, jetzt müssen wir uns fertig machen, denn es geht gleich los. Ob wir Glück hatten, dürft ihr heute Abend lesen. Bis später 👋
Zurück von der Safari und auch vom Abendessen. Deshalb wird es heute etwas später bis wir unser Bild- und Filmmaterial gesichtet und bearbeitet haben. Die Safari war gigantisch, einfach perfekt. Wir haben sie gesehen, die Rhinos. Sieben Nashörner sind hier im National Park am Waterberg zuhause und wir durften sie alle sehen. Zuerst eine Mutter, mit ihren drei Jungen (der Nachwuchs bleibt bis zu 15 Jahre bei der Mutter), danach nochmal ein Weibchen mit kleinerem Kalb und ganz am Schuss den Bullen, der lebt in einer anderen Ecke des Parks und will scheinbar seine Ruhe haben. Bei allen durften wir das Auto verlassen und ziemlich nah zu denen hinlaufen. Wir sahen schon öfters bei unseren Afrika Rundreisen solche Dickhäutiger, aber so nah waren wir dann doch noch nicht (bis auf 2m, nicht mal in der Nacht in der Africa Safari Lodge am Beginn unserer Reise).
Bei den Müttern und Kälbern war das alles kein Problem. Beim Bullen hielten wir mehr Abstand, aber er nicht. Er kam uns entgegen und unser Ranger sagte „fast back to the car“. Was aber auch etwas schwierig war wegen dem Gebüsch, unebener Boden und hohem Gras. Wir hatten schon etwas flitzen müssen und in Eile einen „geordneten Rückzug“ zum Fahrzeug vollzogen😅. Erstmal sicher. Sowas hatten wir noch nie erlebt. Puh….
Die Nashörner werden von drei Schutzmänner 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche überwacht, also ununterbrochen. Nachdem sie ein Nashorn an Wilderer verloren haben mussten diese Schutzmassnahmen ergriffen werden. Schon schlimm, dass es soweit kommen muss, dass die inzwischen vom Aussterben bedrohten Dickhäuter mit Waffen und Wachmännern beschützt werden müssen 😢. Ich versuche noch bessere Eindrücke für euch mit dem Filmstick einzufangen… und dieser Stick hat keinen Zoom. So könnt ihr euch in etwa vorstellen wie nah wir denen waren.
Natürlich haben wir auch andere Wildtiere gesehen, Antilopen, Giraffen, Busch-Hühner, Gnus, Schakale, Warzenschweine und eine Schildkröte war auch dabei. Apropos Film, da hätten wir auch früher drauf kommen können, der war die ganze Zeit im Rucksack verstaut. Wäre bei den Robben auch eine gute Idee gewesen, aber zu spät.
Übrigens, auf dem Schwarzmarkt werden mittlerweile bis zu 80.000 US Dollar für ein Kilo Horn gezahlt, es ist teurer als Gold oder Heroin. Macht pro Horn bis zu 800.000 US Dollar. Furchtbar!!!