Cape Cross Lodge

Kreuzkap


04.03.2025– 05.03.2025



Buchstäblich nur wenige Meter vom Atlantik entfernt bietet die Cape Cross Lodge einen einzigartigen und ruhigen Zwischenaufenthalt für Reisende entlang dieser riesigen, ungezähmten und selten erforschten Wildnis an der Skelettküste von Namibia. Das Cape Cross Seal Reserve beherbergt die weltweit größte Brutkolonie von Kap-Pelzrobben. Diese Landzunge an der Küste der Namib erstreckt sich über 23 Quadratmeilen und besteht aus flachen Kiesebenen und einem Felsvorsprung, auf dem sich die Robben versammeln.

 

Cape Cross Lodge ist die einzige Übernachtungsmöglichkeit im Seal Reserve. Die Zimmer sind groß, funktional und haben eine Terrassentür zum Strand hinaus. Tolle einsame Lage mit großen Romantikfaktor. Die Lodge hat das Flair eines britischen Seebades. Es ist sehr gemütlich und funktionell ausgestattet. Das Robbenreservat Kreuzkap liegt etwa 4 km entfernt.

 

Zimmer: 20

 

04.03.2025


Wir sind schon wieder ganz aufgeregt, nach den Flamingos in Walvis Bay, geht heute es zu den Seals (Ohrenrobben) ans Cape Cross und haben wir nur eine kurze Fahrstecke. Es geht 128 Kilometer auf der Salzstraße C34 am Meer entlang. Zwischendurch machten wir Stopps an der Skeleton Coast (Skelett Küste). Wir schauten uns das Schiffswrack, eine ehemaliger Fischkutter namens „Zeila“ an, welcher hier im Jahr 2008 gestrandet ist. Hier an der Küste gibt es auch wieder Salzwerke und die dortigen Mitarbeiter haben am Wegesrand Holztische mit schönen Salzsteine zum Verkauf hingelegt. Daneben eine Dose fürs Geld reinlegen. Natürlich haben wir angehalten und uns einen schönen salzigen Stein mitgenommen 😃


Am Eingang des Robben Schutzgebiets mussten wir uns wieder anmelden und den Eintritt bezahlen, danach ging es noch zwei Kilometer weiter bis zum Kreuz Kapp, dem Wohnort der Robben. Schon auf dem Parkplatz, beim Aussteigen aus unserem Safari-Mobil, hörten wir die afrikanischen Seebären maulen und brummen… und ganz besonders konnten wir die „See-Möpse“ auch riechen. Ein Gestank war das.. 😷.  Wir verliessen den Parkplatz und gingen zum Steg, welcher über die Robbenkolonie gebaut ist. So standen wir inmitten eines beeindruckenden Schauspiels. An den Geruch haben wir uns nach wenigen Minuten etwas gewöhnt. Gut, ich hatte einen Schal über Mund und Nase. Zum ersten Mal seit der Coronazeit freute ich mich einen Mundschutz zu haben (ohne zu klagen). 


Am kargen und steinigen Strand wimmelte es nur so von Tieren. Schätzungsweise zwischen 80.000 und 100.000 Exemplare. Wir kamen recht nah an einige heran und konnten deren Rangeleien gut beobachten. Andere hielten ein Nickerchen in verschiedenen Stellungen. Das Stegsystem wurde 2008 aus 32 Tonnen recyceltem Plastik in Holzoptik erbaut (sehr coole Idee), so kann man den Tieren nahe kommen ohne sie zu sehr zu stören. Wir liefen über den Steg und kamen aus dem Staunen und fotografieren gar nicht mehr raus. Schaut euch die Bilder an, ist doch wirklich beeindruckend da. Schade das es noch keine Geruchsübertragung online gibt, hätten euch auch gern bissele schnuppern lassen 😊. Wirklich ein ganz toller Ausflug und wir sind froh das wir hierher sind.


Nach dem Robbenbesuch sind wir in unsere Lodge gefahren, der Cape Cross Lodge, welche auch die einzige Möglichkeit hier zum Übernachten ist. Drum herum ist nix. Das Zimmer ist sehr einfach, aber hell und sauber. Einen kleinen Balkon direkt über den Strand und den rauschenden Wellen. Da es hier kein Strom vom Kabel gibt, sondern nur über Solar, gibt es ab 22 Uhr kein Licht mehr. Also die Kloschüssel muss heute Nacht mit der Taschenlampe aufgesucht werden 😂


Vorhin haben zwei Fischer ihren Fang an der Rezeption abgeliefert, dann haben wir ja heute Abend nochmals eine gute Gelegenheit fangfrischen Fisch zu essen  🐠.  Morgen verlassen wir den rauen Atlantik und gehen zurück in den Busch und in die Savanne.


Übrigens, eine erwachsene Robbe frisst 5 Kilogramm Fisch am Tag. Da muss der Fischbestand hier am Kreuz Kapp ja enorm hoch sein.